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Pressemeldung

Interview mit dem SKF Langenfeld – Warum Vorsorge so wichtig ist

Aktualisiert am: 20.Mai 2025

Unvorhergesehene Ereignisse wie plötzliche Erkrankungen oder Unfälle können jeden Menschen jederzeit treffen.

Einleitung Interview zu Vorsorgevollmacht & Betreuung

Unvorhergesehene Ereignisse wie plötzliche Erkrankungen oder Unfälle können jeden Menschen jederzeit treffen – unabhängig vom Alter. In solchen Momenten ist man oft nicht mehr in der Lage, wichtige Angelegenheiten selbst zu regeln.

In einem Gespräch mit Marion Zenzen und Andrea Lehmann vom SKF e.V. Langenfeld wurde deutlich, wie wichtig es ist, sich rechtzeitig mit dem Thema Vorsorge auseinanderzusetzen. Wenn niemand bevollmächtigt ist, bleiben im Ernstfall viele Dinge liegen – sei es die Beantragung von Pflegeleistungen, das Bezahlen von Rechnungen oder die Entscheidung über medizinische Maßnahmen. Wenn aufgrund von Krankheit oder Behinderung jedoch Angelegenheiten besorgt werden müssen, bleibt häufig nur die Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung über das Amtsgericht. Dieser Prozess kann von verschiedenen Stellen angestoßen werden – etwa von Ärztinnen und Ärzten, Nachbarn oder wenn ein Hilfebedarf festgestellt wird sozialen Diensten. Es folgt ein medizinisches Gutachten und Gespräche mit der Betreuungsbehörde. Dieser Prozess dauert in der Regel mehrere Wochen.

Vorsorgevollmacht statt gesetzlicher Betreuung

Der gesetzliche Betreuer ist oft eine fremde Person, die weitreichenden Einblick in das Privatleben erhält. Viele Menschen möchten das nicht und wollen lieber selbst bestimmen, wer sie im Notfall vertreten darf, erklären Zenzen und Lehmann. Genau das ermöglicht eine Vorsorgevollmacht, die eine Privatperson einer Person ihres besonderen Vertrauens ausstellen kann. Die Vertrauensperson obliegt jedoch keiner Kontrolle. Bei besonderen Vermögenswerten wird zu einer notariellen Beurkundung geraten. Banken bestehen in der Regel  auf ihre eigenen Dokumente und die Unterzeichnung in ihrem Haus.

Praktische Hilfsmittel wie Notfalldose und Vorsorgeregiste

Viele Menschen zögern dennoch, sich mit Themen wie Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Sterben auseinanderzusetzen. Marion Zenzen und ihre Kollegin Annette Hemming begegnen dieser Scheu mit viel Feingefühl – besonders bei Informationsveranstaltungen und Beratungsgesprächen. Entscheidend ist daher, rechtzeitig auch eine Patientenverfügung zu verfassen. Moderne Formulare, etwa vom Bundesministerium der Justiz oder von Hilfsorganisationen wie den Maltesern, bieten ausführliche und differenzierte Auswahlmöglichkeiten. Dort können konkrete Angaben zum Beispiel zu medizinischen Maßnahmen, zur künstlichen Ernährung oder zur Beatmung gemacht werden. Zudem gibt es Freitextfelder für persönliche Wünsche, etwa zur Begleitung am Lebensende oder zum gewünschten Sterbeort. Ältere Verfügungen, die nur aus ein paar angekreuzten Kästchen bestehen, reichen heute oft nicht mehr aus. Sie sollten nach Möglichkeit durch aktuelle, detaillierte Dokumente ersetzt werden, so die Erfahrung von Zenzen und Lehmann. Die beiden empfehlen, alle ein bis zwei Jahre zu überprüfen, ob die eigenen Wünsche noch mit dem Inhalt der Verfügung übereinstimmen. Je aktueller die Dokumente sind, desto besser. Wie hilfreich eine Patientenverfügung ist, zeigt sich regelmäßig im Alltag gesetzlicher Betreuerinnen.

Dokumentierte Wünsche zu medizinischen Maßnahmen geben klare Orientierung und vermeiden unnötige Belastungen für alle Beteiligten. Fehlt eine solche Verfügung, kommt es häufig zu Unsicherheiten: Angehörige oder Betreuende wissen dann oft nicht, welche Maßnahmen von der erkrankten Person gewünscht oder abgelehnt wurden. Wichtig ist auch, dass im Notfall schnell auf die Vorsorgedokumente zugegriffen werden kann.

Hier empfehlen Marion Zenzen und Andrea Lehmann bewährte Hilfsmittel wie die sogenannte Notfalldose: Sie wird im Kühlschrank aufbewahrt – einem Ort, den Rettungskräfte kennen – sie enthält Hinweise darauf, wo die eigentlichen Dokumente zu finden sind. Ergänzend dazu gibt es Notfallkarten für die Geldbörse sowie das Zentrale Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer. Dort wird nicht die Verfügung selbst hinterlegt, sondern lediglich die Information, dass es sie gibt – und wer im Notfall kontaktiert werden soll.

Vorsorge ab 18: Warum frühzeitige Entscheidungen wichtig sind – und wie ehrenamtliche Betreuer dabei unterstützt werden

„Mit dem Thema Vorsorge sollte man nicht bis ins hohe Alter warten“, betonen die beiden. Schon ab dem 18. Lebensjahr kann ein Unfall oder eine schwere Erkrankung dazu führen, dass man auf die Unterstützung anderer angewiesen ist. Trotzdem schieben gerade junge Erwachsene dieses Thema oft vor sich her. Dabei geht es nicht darum, sich mit dem Tod zu beschäftigen – sondern mit dem eigenen Leben und der Frage, wie es in kritischen Situationen weitergehen soll.

Gesetzliche Betreuerinnen und Betreuer unterliegen strengen Kontrollen durch das Amtsgericht, müssen qualifiziert sein und dürfen nur in klar definierten Bereichen handeln. Auch ehrenamtliche Betreuer – häufig aus dem Familienkreis – leisten einen wichtigen Beitrag und erhalten ebenfalls Unterstützung durch Betreuungsvereine. Diese ehrenamtlichen Betreuer übernehmen eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe – deshalb bietet der SkF Langenfeld e.V. in Kooperation mit dem SKFM Monheim und dem SKFM Hilden kostenfreie Beratungen und Austauschmöglichkeiten an, etwa durch regelmäßige Treffen, Fortbildungen und Informationsveranstaltungen.

Termine zum Thema Vorsorge

Für alle, die sich generell mit dem Thema Vorsorge beschäftigen möchten, gibt es bald zwei Informationsveranstaltungen des SKF e.V. Langenfeld in den Räumlichkeiten des Kulturzentrums:

24.9.25 Was tun, wenn das Geld für die Heimaufnahme nicht reicht? und

26.9.25 Informationsveranstaltung zu Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung;

Die Anmeldung erfolgt über die VHS.

Formulare für die Erstellung einer Patientenverfügung und von Vollmachten können auch in der Geschäftsstelle des SKF e.V. Langenfeld abgeholt oder auf deren Internetseite unter dem Ordner „Betreuungsverein“ heruntergeladen werden.

Vertrauen entsteht durchTransparenz – und durch den Mut, sich frühzeitig mit den richtigen Fragen auseinanderzusetzen.

luana
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