Mit der „Letzten Runde“ hat sich die Stadt Langenfeld am Sonntag von einem Stück Industriegeschichte verabschiedet. Bevor die ehemaligen Hallen der Schuhfabrik Ara abgerissen werden und auf dem rund 7,7 Hektar großen Areal ein neues Wohnquartier entsteht, waren die Bürgerinnen und Bürger eingeladen, das Gelände noch einmal aus einer ganz besonderen Perspektive zu erleben.
Das Event war dabei in zwei Bereiche aufgeteilt. Im ehemaligen Produktionsbereich konnten Besucher die sonst verschlossenen Hallen erkunden und einen letzten Blick hinter die Kulissen der einstigen Schuhfabrik werfen. Wo früher produziert wurde, sorgten heute mehr als 40 internationale Graffiti-Künstler für farbenfrohe Akzente. Die leeren Wände und weitläufigen Räume verwandelten sich in eine beeindruckende Ausstellung moderner Street-Art und boten zahlreiche Fotomotive.
Neben den Kunstwerken präsentierten sich auch verschiedene Vereine, Organisationen und Initiativen mit Informationsständen und Ausstellungen. Besonders gefragt waren die Präsentationen der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG), die einen Einblick in die Zukunft des Geländes gaben. Auf Schautafeln und Visualisierungen konnten sich Interessierte darüber informieren, wie das neue Wohngebiet einmal aussehen soll und welche Planungen aktuell vorgesehen sind.
Der zweite Teil der Veranstaltung fand auf dem Gelände der ehemaligen Verkaufshallen statt. Dort lockte ein Kinder- und Jugendflohmarkt zahlreiche Familien an. Zwischen Spielzeug, Büchern, Kleidung und kleinen Schätzen herrschte den ganzen Tag über reges Treiben. Die jungen Verkäuferinnen und Verkäufer freuten sich über viele Besucher und gute Geschäfte.
Insgesamt zeigte sich das Ara-Gelände an diesem Tag noch einmal von seiner vielseitigen Seite: als Ort der Erinnerung, der Kreativität und zugleich als Schauplatz für die Zukunft der Stadtentwicklung. Die „Letzte Runde“ bot vielen Langenfeldern die Gelegenheit, Abschied von einem prägenden Industriestandort zu nehmen, bevor hier in den kommenden Jahren ein neues Wohnquartier entsteht.