Pressemeldung
News aus Langenfeld11. Juli 2026Tim

Aufruf zur Bereitstellung von „Kühlen Orten“ für ältere Menschen

Aufruf zur Bereitstellung von „Kühlen Orten“ für ältere MenschenJuli112026

Das letzte Juni-Wochenende aber auch die beiden vorangegangenen Wochen haben bitter vor Augen geführt, wie gefährlich eine extreme Hitzeperiode für die Bevölkerung werden kann.

An den von Hitze bestimmten Tagen stand der Rettungsdienst unter extremer Belastung, Kliniken und Seniorenheime in der Region mussten Abteilungen schließen, weil die Räume überhitzt wurden.

Der Aufbau einer Resilienz gegen Extremwetter ist aber nicht allein staatliche und städtische Aufgabe, sondern eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft.

Die Stadt Langenfeld appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger, sich zu informieren und Vorsorge zu treffen.

Informationen gibt es u.a. auf der Webseite der Stadt und des Kreises Mettmann:

https://www.langenfeld.de/Startseite/Aktuelles-und-Information/Unsere-Stadt.htm/Seiten/Hitzetipps.html

https://www.kreis-mettmann.de/hitzeschutz sowie in der Broschüre „Kühle Tipps für heiße Tage“, die im Rathaus ausliegt.

Gerade bei älteren Menschen lässt das Durstgefühl nach, besonders bei Hitze ein fataler Kreislauf.

„Schauen Sie auch nach älteren Nachbaren, erinnern sie Kinder und Senioren an das ausreichende Trinken“, regt Christian Benzrath, Erster Beigeordneter der Stadt Langenfeld, an.

Die Stadt bittet zudem um Mithilfe. Wer über klimatisierte Räume verfügt und bereit ist, älteren Personen zeitweise Raum für eine Abkühlung zu bieten, hat jetzt die Möglichkeit, seine Kapazitäten über ein Onlineformular unter www.langenfeld.de anzumelden.

Das können Arztpraxen, Apotheken, Büroräume, Kanzleien mit Klimaanlagen sein, in deren Wartebereichen oder Empfangsbereich vor allem ältere Mitbürger vielleicht eine bis zwei Stunden verweilen dürfen.

Aber auch Ladenlokale mit Klimaanlagen oder auch klimatisierte Supermärkte, Fitnesscenter, Banken und Einkaufspassagen, Tankstellenshops und Restaurants und Hotels oder klimatisierte Betriebskantinen und Besprechungsräume sind geeignet, als „Kühler Ort“ zu fungieren.

Gerne berät die Stadt bei der Gestaltung eines solchen Ortes. Es bedarf vielleicht nur ein paar Stühlen, damit man sich in eine Ecke setzen kann und die gekühlte Luft nutzt, seine Körpertemperatur zu reduzieren. Vor allem mittags und nachmittags wäre ein solches Angebote für viele Seniorinnen und Senioren eine Möglichkeit, der eigenen aufgewärmten Wohnung ein paar Stunden zu entkommen.

Die Stadt stellt Schilder zur Verfügung, mit denen die „Kühlen Orte“ dann gekennzeichnet werden können. Bereits das Angebot, drei Personen einen Aufenthalt zu ermöglichen, ist relevant und hilfreich.

Ein entsprechendes Formular findet man zudem auf der Webseite der Stadt unter dem Suchbegriff „Kühle Orte“ oder direkt unter folgendem Link:

https://beteiligung.nrw.de/k/1028781

Mit den eingehenden Informationen wird die Stadt eine Karte erstellen, wo und zu welchen Zeiten Personen die Möglichkeit zur Kühlung finden. Ziel ist es, flächendeckend im gesamten Stadtgebiet „Kühle Orte“ benennen zu können.

„Es geht nicht darum, neue Kapazitäten zu schaffen, sondern vorhandene Möglichkeiten im Stadtgebiet zu eruieren und gemeinsam zur Stärkung der Hitze-Resilienz zu nutzen“, erklärt Bürgermeister Gerold Wenzens: „Das Angebot soll auch erst ab Tageshöchsttemperaturen von 35° Celsius gelten und natürlich nur während der angegebenen Zeiten.“

Selbstverständlich dürfen die hilfsbereiten Anbieter erwarten, dass die Betriebsabläufe durch die Kühlung suchenden Personen nicht gestört und Kapazitätsgrenzen akzeptiert werden.

Auch die Stadtverwaltung stellt bei großer Hitze während der Rathaus Öffnungszeiten montags bis donnerstags von 12 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 12 Uhr einen „Kühlen Ort“ in der Freiwilligenagentur (Pavillon unter dem Ratssaal) zur Verfügung.

Unabhängig von dieser Aktion hat die Stadtverwaltung zudem eine „Taskforce Extremwetter“ eingerichtet, um die Einsatzplanung für künftige Hitzewellen vorzubereiten.

Hier werden die Auswirkungen der massiven Hitze auf die Stadt analysiert und kurzfristige und mittelfristige Schutzmaßnahmen entwickelt und vorbereitet.

Aktualisiert am 09. Juli 2026