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Der Advent gehört für viele Menschen zu den stimmungsvollsten Zeiten des Jahres. Vier Wochen lang stimmen wir uns auf Weihnachten ein – mit Lichtern, Musik, Bräuchen und kleinen Ritualen. Doch nur wenige wissen, woher diese Vorbereitungszeit eigentlich stammt und wie sie sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat. Der folgende Bericht gibt einen Überblick über die Ursprünge, die religiöse Bedeutung und die geschichtliche Entwicklung des Advents sowie über die Entstehung seiner bekanntesten Traditionen.
Der Begriff Advent leitet sich vom lateinischen Wort adventus ab, was Ankunft bedeutet. Gemeint ist die Ankunft Jesu Christi. Der Advent ist somit eine Zeit der erwartungsvollen Vorbereitung auf Weihnachten, die im christlichen Glauben eine zentrale Rolle spielt.
Die Wurzeln des Advents reichen bis ins 4. Jahrhundert zurück. In Regionen wie Spanien und Gallien entwickelte sich damals eine vorweihnachtliche Fasten- und Bußzeit. Sie konnte bis zu sechs Wochen dauern und diente der inneren Einkehr, dem Gebet und der geistlichen Vorbereitung – weniger festlich, dafür stark religiös geprägt.
Im 6. Jahrhundert legte Papst Gregor der Große die heute übliche Dauer des Advents fest: vier Sonntage vor Weihnachten. Diese Regelung setzte sich in der westlichen Kirche durch und wurde später von vielen christlichen Konfessionen übernommen. Mit der Zeit erhielten die Adventssonntage eigene Themen wie Hoffnung, Freude oder Liebe.
Im Mittelalter war der Advent vor allem eine Phase des Fastens und der Buße. Gleichzeitig entstanden neue kirchliche Traditionen, darunter besondere Adventslieder und spezielle Gottesdienstrituale. Neben der Vorbereitung auf die Geburt Jesu spielte nun auch die Erwartung seiner Wiederkunft eine bedeutende Rolle.
Der Adventskranz ist eine relativ junge Tradition. Er wurde 1839 vom evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern eingeführt, um Kindern in einem Hamburger Waisenhaus das Warten auf Weihnachten zu erleichtern. Der ursprüngliche Kranz hatte 24 Kerzen; später etablierten sich die vier Kerzen für die vier Adventssonntage.
Ebenso entwickelte sich um 1850 in protestantischen Familien der Brauch, Kindern täglich eine kleine Freude zu machen, um die Wartezeit zu verkürzen. Die ersten gedruckten Adventskalender erschienen 1902, später folgten die heute bekannten Kalender mit Türchen.
Im Laufe der Zeit kamen viele kulturelle Elemente hinzu:
Plätzchenbacken
Weihnachts- und Adventsmärkte
Adventslieder
Haus- und Straßenbeleuchtung
Diese Bräuche veränderten das Bild des Advents deutlich, von einer strengen Fastenzeit hin zu einer warmen, familiären Vorweihnachtszeit.
Heute hat der Advent sowohl eine religiöse als auch eine kulturelle Bedeutung. Einerseits dient er weiterhin der Besinnung, der Erwartung und der Vorbereitung auf Weihnachten.
Andererseits steht er für eine gemütliche, festlich beleuchtete Zeit, die von Traditionen, Gemeinschaft und Vorfreude geprägt ist.