Mehlbrucher Atelier soll zum kreativen Treffpunkt werden
Juli142026Der Thekenraum der ehemaligen Kneipe „Rheindorfer 240“ erstrahlt seit einigen Wochen in neuem Glanz. Die Künstlerin und Restauratorin Claudia Aldenhoven hat gemeinsam mit ihrem Mann Andree Moritz viele Stunden in die Renovierung gesteckt und einKleinod geschaffen, das historische und moderne Elemente geschmackvoll vereint. Herzstück ist eine große Holztheke, ergänzt durch gemütliche Sitzgelegenheiten und ein Piano. Hier soll ein kreativer Treffpunkt für Kunst- und Kulturinteressierte entstehen.
Bereits vor 18 Jahren hatte Claudia Aldenhoven einen Teil des über 100 Jahre alten Gemäuers im Ortsteil Reusrath-Mehlbruch, das bis 2004 eine Kneipe mit Biergarten beherbergte, in ein Atelier umgewandelt. „Schon lange habe ich die Vorstellung, hier einen lebendigen Ort der Begegnung zu errichten, wo sich Menschen austauschen und über Gott und die Welt plaudern können.“ Einen Vorgeschmack gab es bereits beim Kulturevent „neanderland Tatorte“ Mitte Mai, als verschiedene Ateliers im Mettmanner Südkreis ihre Pforten für Kunstinteressierte öffneten. Dabei zeigte Claudia Aldenhoven nicht nur ihre Werke, sondern lud zum ersten Mal in den neu gestalteten Thekenraum ein. Für musikalische Unterhaltung sorgte Andree Moritz, der die Gäste mit seinem Elvis-Presley-Timbre begeisterte.
Weitere Events sollen nach den Sommerferien folgen. „Jeden ersten Sonntag im Monat öffne ich meine Tür – entweder für Lesungen, musikalische Gäste oder einfach auch nur für ein Thekengespräch“, kündigt Claudia Aldenhoven an. Den Auftakt bildet ein Hof- und Kreativtrödel „mit Sektchen und Schnittchen“ am 6. September von 11 bis 17 Uhr. Unter dem Motto „Surf im Dörf“ soll am 8. November – wegen Allerheiligen ausnahmsweise am 2. Sonntag des Monats – eine Hawaii-Party mit farbenfroher Street Art und bunten Cocktails den Herbst-Blues vertreiben.
An jedem ersten Samstag im Monat ist von 11 bis 15 Uhr Kreativzeit angesagt: In Workshops können zum Beispiel federleichte Engelsbilder oder fantasievolle Collagen entstehen. Auch das gemeinsame Upcycling von Kleinmöbeln wird angeboten – frei nach dem Motto „Pimp up your chair“. An den anderen Samstagen ist das Atelier ebenfalls vormittags geöffnet. „Von 11 bis 14 Uhr können Interessierte in Ruhe stöbern und sich zur Restaurierung von Kleinmöbeln oder zuWandgestaltungen beraten lassen“, sagt die Künstlerin, die auch gelernte Malermeisterin und Restauratorin im Handwerk ist. „Zu meiner offenen Sprechstunde sind all jene eingeladen, die zum Beispiel unter gebrochenen Stuhlbeinen oder vergilbten Ölgemälden leiden.“

Katja Chalupka
Aktualisiert am 15. Juli 2026
