Die Kreispolizeibehörde Mettmann blickt auf
eine einsatzreiche Silvesternacht zurück.
Das ist die Bilanz:
Zum Jahreswechsel hatte die Polizei in allen zehn Städten des Kreises Mettmann
durch eine starke Präsenz für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gesorgt
und hierbei aufkommende Auseinandersetzungen schon frühzeitig unterbunden.
Insbesondere durch das Abbrennen von Pyrotechnik kam es im gesamten Kreisgebiet
jedoch zu einer Vielzahl von vornehmlich kleineren Bränden. Vor allem
Müllcontainer und Mülltonnen waren hier betroffen. Insgesamt wurde die Polizei
zu solchen Einsätzen 89-mal alarmiert. In Wülfrath wurden in der Straße Am
Sportplatz ein Auto und ein Carport durch einen Brand beschädigt, der vermutlich
mutwillig durch einen Feuerwerkskörper ausgelöst wurde.
In mehreren Städten des Kreises musste die Polizei eingreifen, weil sich
Feiernde gegenseitig körperlich angegangen hatten. Gegen die Personen wurden
Platzverweise ausgesprochen – vereinzelt wurden die Beschuldigten auch für
weitere Maßnahmen zur Polizeiwache gebracht.
Im weiteren Verlauf der Nacht kam es noch zu mehreren Einsätzen wegen
Ruhestörungen. Zudem mussten im gesamten Kreisgebiet mehrere Personen
medizinisch behandelt werden, weil sie durch Pyrotechnik verletzt worden waren.
So verlief die Silvesternacht in Erkrath:
Aufgrund der Vorkommnisse in den vergangenen Jahren, als jugendliche Gruppen in
Erkrath-Hochdahl Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei mit Pyrotechnik
angegriffen und Sachbeschädigungen begangen hatten, hatte die Polizei ihre
Präsenz in diesem Jahr insbesondere im Bereich der Sandheide deutlich erhöht und
hierbei sogar Kräfte aus einer Einsatzhundertschaft zur Verstärkung
hinzugezogen. Zusätzlich kontrollierten Kräfte des Verkehrsdienstes am
Silvesterabend zahlreiche Verkehrsteilnehmende. Insgesamt waren somit mehr als
100 Einsatzkräfte der Polizei im Einsatz.
Bereits im Vorfeld der Silvesternacht hatte die Polizei in Zusammenarbeit mit
der Stadt Erkrath Gespräche mit Jugendlichen gesucht, Jugendeinrichtungen und
Schulen besucht und bei Social Media und in Hochdahl selbst Aufklärungsarbeit
betrieben.
Im Laufe des Abends und der Nacht wurden Polizei und Feuerwehr zu einer Vielzahl
von Einsätzen im Bereich des Hochdahler Markts und der Sandheide gerufen. Unter
anderem setzten Jugendliche augenscheinlich gezielt Müllcontainer in Brand. In
einem Fall wurde ein Stromverteilerkasten in Brand gesetzt, weshalb ein
Mehrfamilienhaus geräumt werden musste. Der Brand drohte auf die Fassade
überzugreifen. Die Polizei nahm zahlreiche Personalien auf und erteilte
insgesamt 49 Platzverweise.
Die Einsatzkräfte konnten in Erkrath am Silvesterabend zudem bei einem
Minderjährigen zwei Schreckschusswaffen sicherstellen, mit denen Schüsse
abgegeben wurden.
Gegen eine weitere Person, die mit Pyrotechnik auf ein Einsatzfahrzeug gezielt
hatte, wurde ein Platzverweis ausgesprochen und ein entsprechendes Verfahren
eingeleitet.
Aufgrund der massiven Polizeipräsenz und durch das frühzeitige Einschreiten bei
entsprechenden Beobachtungen konnten größere Problem- oder Schadenslagen
verhindert werden. Verletzte Polizistinnen, Polizisten oder Einsatzkräfte der
Feuerwehr gibt es nicht.