Von außen wirkt er unscheinbar, verborgen hinter einem hohen Zaun. Doch wer ihn betritt, spürt sofort die besondere Atmosphäre: Der jüdische Friedhof in Richrath gehört zu den bedeutendsten Erinnerungsorten in Langenfeld und steht unter Denkmalschutz. Am Eingang weist eine Plakette auf seine historische Bedeutung hin – betreten werden kann das Gelände nur im Rahmen von geführten Veranstaltungen. Der Schlüssel kann zwar auch im Rathaus angefragt werden, doch ohne sachkundige Begleitung erschließen sich die Hintergründe und Zusammenhänge kaum.
Am Sonntag, 14. September 2025, um 14 Uhr, lädt der Verein KULTURGUT Langenfeld e.V. bereits zum achten Mal zu einem geführten Rundgang ein. In diesem Jahr ist es die letzte vom Verein organisierte kostenfreie Möglichkeit, das abgeschlossene Areal zu besichtigen. Ab April 2026 sind weitere Rundgänge geplant.
Unter der sachkundigen Leitung von Günter Schmitz, der sich seit Jahrzehnten intensiv mit der jüdischen Geschichte Langenfelds beschäftigt, erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die jüdische Friedhofs- und Grabsteinkultur. Die Grabsteine sind teilweise stark verwittert, die Inschriften oft nicht mehr lesbar – doch mit Schmitz an der Seite werden die Details verständlich und erfahrbar.
Die rund 90-minütige Tour macht die Geschichte des Friedhofs für alle sichtbar und nachvollziehbar.
Die Teilnahme ist kostenfrei, die Zahl der Plätze auf 20 begrenzt und eine vorherige Anmeldung ist Voraussetzung für eine Teilnahme. Männer werden gebeten, eine Kopfbedeckung (z. B. Hut oder Mütze) zu tragen. Wer möchte, kann nach jüdischem Brauch einen kleinen Stein mitbringen.
Termin: Sonntag, 14. September 2025, 14:00–ca. 15:30 Uhr
Treffpunkt: Eingang des jüdischen Friedhofs in Richrath
Anmeldung: direkt über das Buchungsportal: https://eveeno.com/friedhof-09-2025 Informationen: www.kulturgut-langenfeld.de| info@kulturgut-langenfeld.de | 02173 1015589
